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	<title>see red! Linke Initiative Düsseldorf &#124; (iL)</title>
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		<title>Alle blockupy-Veranstaltungen auf einen Blick</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 06:47:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Stand 17. Mai, 8:00 Uhr<br /> Aufgrund der Versammlungsverbote des Frankfurter Ordnungsamtes musste das Blockupy-Programm abgeändert werden.</p> <p>Donnerstag, 17.5.: besetzen &#8211; take the square<br /> 10:00    Die Linke und Europa. Diskussion mit Alex Demirović (TU Berlin), Florian Becker (RLS) und Alexis Passadakis (Attac). Moderation Thomas Sablowski (RLS). DGB-Haus, Raum 4.<br /> 12:00  Treffpunkt am Hauptbahnhof: Take the square!<br /> 12:00-20:00  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Stand 17. Mai, 8:00 Uhr</em><br />
Aufgrund der Versammlungsverbote des Frankfurter Ordnungsamtes musste das Blockupy-Programm abgeändert werden.</p>
<p><strong>Donnerstag, 17.5.:</strong> besetzen &#8211; take the square<br />
<strong>10:00 </strong>   <strong>Die Linke und Europa.</strong> Diskussion mit Alex Demirović (TU Berlin), Florian Becker (RLS) und Alexis Passadakis (Attac). Moderation Thomas Sablowski (RLS). DGB-Haus, Raum 4.<br />
<strong>12:00</strong>  Treffpunkt am Hauptbahnhof: <strong>Take the square!</strong><br />
<strong>12:00-20:00  Kundgebung</strong> für uneingeschränkte Versammlungsfreiheit, Paulsplatz<br />
<strong>13:00 Rechte statt Mitleid!</strong> Über Nahrungsmittelspekulation die politischen Ursachen des Hungers in Ostafrika / Anne Jung (medico international), Jannika Römer (attac). Festsaal des Studierendenhauses Uni Campus Bockenheim<br />
<strong>14:30  ABC der Alternativen.</strong> Buchvorstellung mit Benjamin Opratko (Zeitschrift Perspektiven, Wien), Sabine Leidig (MdB, DIE LINKE). Festsaal des Studierendenhauses, Uni Campus Bockenheim<br />
<strong>15:00   Lebensverkürzung in Griechenland</strong> &#8211; Wie die Krise die sozialen Bedingungen von Gesundheit beeinflusst / Medibüro Hamburg und medico international. UG Zelt hinter dem Studierendenhaus, Uni Campus Bockenheim<br />
<strong>15:00   Metropolenstreik und/oder Klassenkampf?</strong> Strategien und Aktionsformen in der Krise. Diskussion mit Thomas Seibert (IL) und Wolfgang Schaumberg (Occupy Bochum). IL Zelt vor dem Studierendenhaus, Uni Campus Bockenheim<br />
<strong>17:00  Flashmob</strong> zum internationalen Tag gegen Homophobie, Hauptwache<br />
<strong>17:00 Demokratie statt Fiskalpakt</strong>. Diskussion mit Céline Menese (Partie de Gauche, Frankreich), Margarita Tsoumo (Democracia Real, Gr+BRD), Hilary Wainwright (Red Pepper, GB), Dieter Dehm (MdB DIE LINKE), Moderation: Mario Candeias (RLS). Festsaal des Studierendenhauses, Uni Campus Bockenheim<br />
<strong>18:00  Bildung in der Krise.</strong> Wie können wir Bildung als öffentliches Gut in Europa verteidigen? Veranstaltung der GEW mit O. Cordelier (SNES, Frankreich), T. Kotsifakis (OLME, Griechenland), R. Copeland (UCU, Großbritannien), S. Adam (fzs), J. Nagel (GEW Hessen) im Ökohaus, Kasseler Straße 1a<br />
<strong>18:00  Widerstandsmarathon im Wendland</strong> seit 35 Jahren. Diskussion mit M. Donat (BI Lüchow/ Dannenberg). IL Zelt vor dem Studierendenhaus, Uni Campus Bockenheim<br />
<strong>19:00  Adopt a Revolution</strong> &#8211; den syrischen Frühling unterstützen! Elias Perabo, Adopt a Revolution / Moderation: medico international. Festsaal des Studierendenhauses Uni Campus Bockenheim<br />
<strong>19:30  Transnationale Asamblea</strong> am Gewerkschaftshaus<br />
<strong>20:00   Krisentheorie und Krisenanalyse</strong>. Buchvorstellung mit Ernst Lohoff und Antifa F. UG Zelt hinter dem Studierendenhaus, Uni Campus Bockenheim</p>
<p><strong>Freitag, 18.5.: blockieren</strong><br />
<strong>6:00  Blockupy EZB</strong><br />
<strong>13:00 Landraub-Kundgebung</strong> vor und Belagerung der Deutschen Bank<br />
<strong>13:00  Steuern, Zentralbankpolitik und öffentliche Verschuldun</strong>g. Strategie-Workshop des European Attac Network &amp; Joint Social Conference (u.a. mit Franco Carminati, Attac Belgien, und Karsten Peters, Attac Deutschland). DGB-Haus, Raum 4<br />
<strong>15:00  Diskussion zum Schuldenaudit</strong> und zur Schuldenstreichung mit Angela Klein (Sozialistische Zeitung), Sonia Mitralia (Kommission für ein Schuldenaudit, Griechenland), N.N. (lokales Schuldenkomitee, Frankreich), Stephan Lindner (attac Deutschland). Festsaal des Studierendenhauses, Uni Campus Bockenheim.<br />
<strong>15:00 Kampf um soziale Standards und Rechte</strong> in Europa – Gewerkschafter/innen berichten. Diskussion mit Sara Tomlinson, Yiannis Bournous, Dumitru Fornea , Daniel Nieto Bravo, Jutta Krellmann (MdB DIE LINKE). IL Zelt, Uni Campus Bockenheim.<br />
<strong>16:00  Ein Alternativen-Gipfel</strong> der europäischen sozialen Bewegungen &#8211; warum und wie? Joint Social Conference. DGB-Haus, Raum 4<br />
<strong>16:00    Diskussion mit David Graeber</strong> (Occupy New York / Goldsmiths College der University of London) und Christian Felber (Attac Österreich). Schauspiel Frankfurt am Willi-Brand-Platz<br />
<strong>17:15    Alternativen gegen die herrschende Krisenpolitik.</strong> Diskussion mit Michael Weißenfeld, Jochen Nagel (GEW), Jennifer Hopert, Janine Wissler (MdL, DIE LINKE), Sabine Zimmermann (MdB, DIE LINKE). Festsaal des Studierendenhauses, Uni Campus Bockenheim.<br />
<strong>18:00  Kritik des Linksreformismus.</strong> TOP Berlin. UG Zelt hinter dem Studierendenhaus Uni Campus Bockenheim.<br />
<strong>19:00  OccupySpring</strong>, eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken mit Unterstützung der RLS, mit David Graeber (Occupy New York/ Goldsmiths College der University of London), Michael Hardt (Duke University) und Sandro Mezzadra (Università di Bologna). Festsaal des Studierendenhauses, Uni Campus Bockenheim.<br />
<strong>19:00  Europa gegen die Diktatur der Banken und Konzerne!</strong> Nach den Wahlen in Griechenland und Frankreich. Widerstandsformen und Alternativen der sozialen Bewegungen. Eine Veranstaltung des europäischen Attac-Netzwerks mit Verveine Angeli (Attac Frankreich), Thanos Contargyris (Attac Hellas) und Zeitzeugen aus Attac Spanien, Attac Österreich, Attac Portugal. Moderation: Hugo Braun (Attac Deutschland). Mit Übersetzung Englisch/Französisch. Gewerkschaftshaus.</p>
<p><strong>Samstag, 19.5.: demonstrieren</strong><br />
<strong>10:00  Kritik des Fiskalpaktes.</strong> Diskussion mit Lukas Oberndorfer (Zeitschrift juridikum, Wien) u.a., Gewerkschaftshaus, Willi-Richter-Saal<br />
12:00    Auftaktkundgebung und Demonstration. Bei Auftakt und Abschluss reden Aktivist_innen aus Italien, Griechenland, Nordafrika, Attac, Interventionistische Linke (IL), Occupy, Gewerkschaften und DIE LINKE. Es spielen Irie Revoltés und Die Kleingeldprinzessin.</p>
<p>Auch nach Blockupy Frankfurt werden wir uns weiter mit der herrschenden Politik und der Krise auseinanderzusetzen haben!</p>
<p><strong>Montag, 21.5.</strong><br />
<strong>20:00    Das schmutzige Geschäft mit den Mikrokrediten.</strong> Buchvorstellung mit Gerhard Klas. Eine Veranstaltung des Linken Forum Frankfurt im Club Voltaire, Hochstraße 5.</p>
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		<title>blockupy startet trotz Verbot</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 21:13:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Die schwarz-grüne Stadtregierung von Frankfurt ist im Verbotsdelirium. Mahnwache der Ordensleute für den Frieden? Verboten! Kranzniederlegung und Mahnwache der Jusos am Denkmal für die ermordeten Homosexuellen? Verboten! Proteste gegen die Krisenpolitik? Verboten!</p> <p>Und dennoch finden die Proteste statt! Am heutigen Mittwoch trafen sich 500 Menschen zum &#8216;Rave against crisis&#8217; und trotzten der Polizei mit Gesang und Tanz </p> <p>Frankfurt ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die schwarz-grüne Stadtregierung von Frankfurt ist im Verbotsdelirium. Mahnwache der Ordensleute für den Frieden? Verboten! Kranzniederlegung und Mahnwache der Jusos am Denkmal für die ermordeten Homosexuellen? Verboten! Proteste gegen die Krisenpolitik? Verboten!</p>
<p>Und dennoch finden die Proteste statt! Am heutigen Mittwoch trafen sich 500 Menschen zum &#8216;Rave against crisis&#8217; und trotzten der Polizei mit Gesang und Tanz <img src='http://www.anti-kapitalismus.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><em><strong>Frankfurt ist zwei Stunden von Düsseldorf entfernt &#8211; setzt euch in die Bahn oder ins Auto und kommt!</strong></em></p>
<p><strong>Donnerstag 12 Uhr Hauptbahnhof.</strong> Entschieden und entschlossen wollen wir am Hauptbahnhof Richtung Römer starten.</p>
<p><strong>Donnerstag 12 Uhr Paulsplatz/Römer</strong>. Bringt Zelte mit.</p>
<p>Weitere Informationen von der ersten Blockupy-Assembla:</p>
<p><strong>Am Samstag findet um 12h ab Baseler Platz die internationale Demonstration statt</strong>, wie sie von uns angemeldet wurde. Die Route wurde gerichtlich bestätigt. Bis zum Samstag werden wir in der Stadt präsent sein, um mit vielen, vielen Tausend Menschen unseren Protest gegen das Spardiktat von Troika und Regierung und für internationale Solidarität und Demokratisierung aller Lebensbereiche auf die Straßen und Plätze zu tragen.</p>
<p>Die Stadt Frankfurt und die hessische Polizei organisieren bereits das Chaos: Zwei U- und S-Bahnstationen sind seit Mittwoch früh geschlossen, Straßen im Bankenviertel sind abgesperrt, viele Geschäfte und Bankfilialen haben schon am heutigen Mittwoch ihre Türen nicht mehr geöffnet. Das alles allein wegen unseres Aufrufs, Frankfurt für ein paar Tage dicht zu machen. Die Blockade läuft bereits. In den kommenden Tagen werden wir durch unsere Präsenz zeigen, wer dafür verantwortlich ist und warum.</p>
<p><a href="https://twitter.com/#!/Blockupy">Blockupy-Twitter</a></p>
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		<title>Von Düsseldorf nach Frankfurt</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 20:17:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><a title="Blockupy Frankfurt" href="http://blockupy-frankfurt.org/de" target="_blank"></a>In wenigen Tagen ist es soweit, wir fahren von Düsseldorf zu den Blockupy-Aktionen nach Frankfurt.</p> <p><a title="Infos zu den Bussen nach Frankfurt" href="http://www.anti-kapitalismus.org/2012/04/busse-von-dusseldorf-nach-frankfurt/" target="_blank">Es sind noch Plätze in den Bussen frei, also schnell noch anmelden!</a></p> <p>Unterstützt unseren Blockade-Finger!</p> <p>Auf breite Unterstützung stieß die Idee, die verschiedensten Aktionen während der Aktionstage entlang thematischer Schwerpunkte auch visuell demonstrativ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Blockupy Frankfurt" href="http://blockupy-frankfurt.org/de" target="_blank"><img class="alignright" title="Blockupy Frankfurt" src="http://ifuriosi.org/wp-content/uploads/2012/03/160x160_basic_engl.jpg" alt="" width="160" height="160" /></a>In wenigen Tagen ist es soweit, wir fahren von Düsseldorf zu den Blockupy-Aktionen nach Frankfurt.</p>
<p><a title="Infos zu den Bussen nach Frankfurt" href="http://www.anti-kapitalismus.org/2012/04/busse-von-dusseldorf-nach-frankfurt/" target="_blank">Es sind noch Plätze in den Bussen frei, also schnell noch anmelden!</a></p>
<p><strong>Unterstützt unseren Blockade-Finger!</strong></p>
<p>Auf breite Unterstützung stieß die Idee, die verschiedensten Aktionen während der Aktionstage entlang thematischer Schwerpunkte auch visuell demonstrativ sichtbar werden zu lassen. Ob beim platzbesetzen, blockieren oder demonstrieren sollen Gegenstände und Symbole mitgeführt werden, um in dieser Aktion gegen das autoritäre Krisenregime gleichzeitig die vielfältigen Ansätze unseres Widerstands zu visualisieren. Es geht uns lange nicht nur um die Banken – und das soll deutlich werden.</p>
<p><strong>Ökologie</strong>: <a href="https://euresist.aquarius.uberspace.de/blockade/aktionsthemen/oekologie">Es geht nicht um Eisbären &#8211; soziale und ökologische Kämpfe zusammen führen!</a><br />
<strong>Migration</strong>: <a href="https://euresist.aquarius.uberspace.de/blockade/aktionsthemen/migration">Globale Krise, Ausgrenzung und Ausbeutung: Antira goes Blockupy</a><br />
<strong>Militarisierung</strong>: <a href="https://euresist.aquarius.uberspace.de/blockade/aktionsthemen/antimilitarismus">Unsere Solidarität gegen ihre Krise und die Militarisierung der Gesellschaft! </a><br />
<strong>Soziale Revolution</strong>: <a href="https://euresist.aquarius.uberspace.de/blockade/aktionsthemen/sozialerevolution">Rivoluzione sociale – Für die soziale Revolution!</a><br />
<strong>Ernährungssouveränität</strong>: <a href="https://euresist.aquarius.uberspace.de/blockade/aktionsthemen/ernaehrungssouveraenitaet">Ernährungssouveränität jetzt!</a><br />
<strong>CAREvolution!</strong>: <a href="https://euresist.aquarius.uberspace.de/blockade/aktionsthemen/carevolution">Kapitalismus und Patriarchat von der Krise in den Abgrund treiben!</a><br />
<strong>Recht auf Stadt</strong>: <a href="https://euresist.aquarius.uberspace.de/blockade/aktionsthemen/rechtaufstadt">Das Recht auf Stadt durchsetzen!</a></p>
<p>Das Düsseldorfer Aktionsnetzwerk wird einen Blockadefinger zum Thema <strong>Prekäre Lebenslagen</strong> gestalten:</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 10px;" title="Perkäre Lebenslagen" src="http://ifuriosi.org/wp-content/uploads/2012/05/prek%C3%A4r-logo1.png" alt="" width="95" height="95" />Unsicherheit, Flexibilität, ständig auf Abruf und das ganze noch zu niedrigsten Löhnen – diese Schlagworte beschreiben die Lebens- und Arbeitsrealitäten von immer mehr Menschen. Sichere Arbeitsplätze und geregelte Arbeitszeiten gehören zusehends der Vergangenheit an. Diejenigen, die von diesen Zuständen betroffen sind, werden als Prekariat bezeichnet. Dabei ist seine Erscheinungsform vielfältig, das Ergebnis aber stets das Gleiche. Ob Zeitarbeit, Praktikum, (Schein-)Selbstständigkeit oder befristete Arbeitsverhältnisse, die Arbeit wird immer effektiver ausgepresst für maximale Profite des Kapitals. Der Verzichts-Rhetorik der Herrschenden haben viel zu viele Menschen in diesem Land viel zu lange geglaubt. Die BRD wird immer mehr zum Billiglohnland und die ArbeiterInnen und die Standorte erpresst und gegeneinander ausgespielt.</p>
<p><span id="more-598"></span>Für viele VollzeitarbeiterInnen reicht der Lohn zum Überleben nicht mehr aus. Der Alltag besteht aus einer Vierzig-Stunden-Arbeitswoche – und der regelmäßigen Vorsprache beim Amt. Das verdiente Geld einer regulären Beschäftigung reicht immer häufiger nicht für das Nötigste. Stetig steigt die Zahl derer, die beim Amt „aufstocken“ müssen, um sich ihr bescheidenes Leben zu leisten. Muss man nicht nur für sich alleine sorgen, weitet sich die Armut noch auf die Kinder und PartnerIn aus. Arm trotz Arbeit, dies ist nur eine Facette der prekären Lebenslagen, die in unserem Land immer mehr Menschen treffen. Während die Scham bis zur Antragstellung häufig erst überwunden werden muss, drohen die tatsächlichen Demütigungen erst NACH der Bearbeitung: Schikane durch SachbearbeiterInnen, Kürzungen, Nichtzahlungen und Untätigkeit sollen Menschen davon abhalten, ihr Recht einzufordern. Das System ALG II mit seinen andauernden und willkürlichen Sanktionen soll die Menschen zermürben – mit dem einfachen Ziel, Statistiken zu schönen, Geld zu sparen, die Armen ärmer und die Reichen reicher zu machen.</p>
<p>Das deutsche Modell ist gerade jetzt in der Krise ein neoliberaler Exportschlager und Vorbild für die Verarmungsstrategien in Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und vielen weiteren Ländern. Besonders hart betroffen sind MigrantInnen, Frauen und Menschen, die geringere Bildungschancen hatten. Zusehends ist auch jene gut ausgebildete Mittelschicht betroffen, die trotz Universitätsabschlüssen mit Bestnoten keine Arbeit mehr finden. In Griechenland, Spanien und Portugal findet bereits jedeR Zweite zwischen 15 und 24 Jahren keine Arbeit mehr. Die Lebensperspektive der Menschen wird systematisch zerstört.</p>
<p><strong>Schluss damit</strong><br />
Wir akzeptieren eure verordnete Armut nicht. Wir fordern ein gutes Leben für alle, eine Gesellschaft ohne Ausgrenzung, Ausbeutung und Unterdrückung.<br />
Menschenwürdige Existenz für alle!<br />
Wir sind die Überflüssigen die sagen:<br />
Wir haben es satt für eure Krise zu bezahlen!<br />
Unsere Taschen sind leer, wir haben die Schnauze voll!<br />
<strong>Schluss mit der Enthaltsamkeit – wir wollen alles!</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Blockupy Frankfurt wird stattfinden, Punkt.</title>
		<link>http://www.anti-kapitalismus.org/2012/05/blockupy-frankfurt-wird-stattfinden-punkt/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 19:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sr!</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Internationalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Kämpfe]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/2012/05/blockupy-frank…ttfinden-punkt/"></a>Im steten Fortschritt der kapitalistischen Krise bleibt Deutschland allen konkurrierenden Mächten immer einen Schritt voraus. Während die griechische, spanische und italienische Regierung den Überlebenden ihres Krisenmanagements bis heute immerhin den Raum lassen, in Athen, Madrid und Rom gegen Verelendung, Entrechtung und Entwürdigung zu protestieren, sind die für den 16. – 19. Mai in Frankfurt geplanten Tage des Widerstands gestern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/2012/05/blockupy-frank…ttfinden-punkt/"><img class="alignleft" style="margin-left: 3px; margin-right: 3px;" src="http://wissen.dradio.de/media/thumbs/6/6d41c303a3d4982bc62e0a4bd97edb7cv1_max_440x330_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a>Im steten Fortschritt der kapitalistischen Krise bleibt Deutschland allen konkurrierenden Mächten immer einen Schritt voraus. Während die griechische, spanische und italienische Regierung den Überlebenden ihres Krisenmanagements bis heute immerhin den Raum lassen, in Athen, Madrid und Rom gegen Verelendung, Entrechtung und Entwürdigung zu protestieren, sind die für den 16. – 19. Mai in Frankfurt geplanten Tage des Widerstands gestern verboten worden. Dieses Verbot muss und wird fallen!<span id="more-594"></span></p>
<p>Was den Menschen in Süd- und Osteuropa seit einigen Monaten widerfährt, hat sein Muster in deutschen Verhältnissen, wurde hier Jahre vorher schon durchgesetzt, erst unter sozialdemokratisch-grünem, dann unter christlich-liberalem Regime. Jetzt ist es an uns, in Frankfurt zu wiederholen, was uns die Demonstrationen und Asambleas in Athen, Madrid und Rom vorgemacht haben. Zeigen wir der Welt, dass auch wir von Tunis und Kairo, von Washington, Santiago de Chile, Teheran und London lernen können.</p>
<p>Wenn wir dieses Verbot nicht hinnehmen, sind wir dazu schon aus europäischer Verantwortung verpflichtet: Ziehen wir ihnen jetzt die Grenze – radikale Demokratie statt Diktatur des Fiskalpakts!</p>
<p>Wir bleiben dabei: In direkter Folge auf die ungezählten Demonstrationen und Versammlungen des „Global Spring“ am 12. Mai sehen wir uns alle in Frankfurt zu den Tagen des Widerstands vom 16. zum 19. Mai! Blockupy Frankfurt</p>
<p><em>interventionistische Linke, Frankfurt, 05. Mai 2012</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Positionen zur Veranstaltung &#8220;Raus aus dem Euro? Raus aus der EU?&#8221;</title>
		<link>http://www.anti-kapitalismus.org/2012/05/positionen-zur-veranstaltung-raus-aus-dem-euro-raus-aus-der-eu/</link>
		<comments>http://www.anti-kapitalismus.org/2012/05/positionen-zur-veranstaltung-raus-aus-dem-euro-raus-aus-der-eu/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 12:07:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sr!</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.anti-kapitalismus.org/?p=586</guid>
		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/?p=586"></a>Ob ein Austritt aus dem Euro eine linke Strategie sein kann oder ob eher eine gemeinsame europäische Strategie der Linken notwendig ist, darüber streitet solidarisch Jörg Nowak, Aktivist und Politikwissenschaftler aus Berlin mit Birger Scholz von der Internationalen Sozialistischen Linken und Mischa Aschmoneit von see red! Linke Initiative Düsseldorf – Interventionistische Linke. Attac Düsseldorf wird mit einem kurzen Input [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/?p=586"><img class="alignleft  wp-image-592" title="lissitzky_redbeatwhite1919" src="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/05/lissitzky_redbeatwhite1919-300x244.jpg" alt="" width="200" height="163" /></a>Ob ein Austritt aus dem Euro eine linke Strategie sein kann oder ob eher eine gemeinsame europäische Strategie der Linken notwendig ist, darüber streitet solidarisch Jörg Nowak, Aktivist und Politikwissenschaftler aus Berlin mit Birger Scholz von der Internationalen Sozialistischen Linken und Mischa Aschmoneit von see red! Linke Initiative Düsseldorf – Interventionistische Linke. Attac Düsseldorf wird mit einem kurzen Input ihre Sicht der Dinge darstellen.</em><br />
<em> Veranstalter: see red! Linke Initiative Düsseldorf (iL) in Kooperation mit attac Düsseldorf, isl Düsseldorf, Mittwochsfrühstück und zakk.</em></p>
<p><em>Veranstaltung am Mo., 07.05., ZAKK-Studio, Fichtenstr. 40, 19.30h, Eintritt frei</em></p>
<p><em>Nachfolgend dokumentieren wir Positionen sowohl von Mischa Aschmoneit als auch von  Birger Scholz.<span id="more-586"></span></em></p>
<p><strong>Für mehr Klarheit in strategischen Fragen: Raus aus der Nato, der EU und dem Euro!</strong><br />
<em>-von Mischa Aschmoneit -</em></p>
<p>Die (radikale) Linke hat in den verschiedenen europäischen Ländern sehr unterschiedlichen Einfluss. Gleichwohl steht sie überall vor der gleichen Fragenkombination: Auf welchen Wege kann der Kapitalismus überwunden werden und was kommt danach? In Phasen der Stagnation der (Klassen-)Kämpfe mag die Frage irrelevant erscheinen, spätestens bei einer Zuspitzung der Kämpfe – derzeit erwartbar in Griechenland, Spanien, Portugal – steht die Frage auf der Tagesordnung.</p>
<p>Am Beispiel Griechenland wird die Situation deutlich: Angenommen durch Wahlen oder durch einen Aufstand weiter Teile der Bevölkerung – vergleichbar den Szenen im arabischen Frühling – wird die neoliberale Regierung gestürzt und eine linke parlamentarische oder rätegestütze Selbstverwaltung beginnt damit, die Gesellschaft im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung zu gestalten. Sie wird vor enormen Auseinandersetzungen im Inneren und mit dem Ausland stehen! Ein linkes Griechenland muss sowohl die Ausbeutung durch die &#8220;eigenen&#8221; Kapitalist_innen als auch den Druck der Troika (EZB, IWF, EU-Kommission) beenden.</p>
<p>Die Maßnahmen, die die griechische neoliberale Regierung gegen ihre eigene Bevölkerung verhängt hat, dienen der Zurückzahlung der Schulden an internationale Kapitalverbände und der Stärkung der Profitabilität des investierten griechischen Kapitals durch die dramatische Senkung des Preises der Ware Arbeitskraft. All diese kapitalfreundlichen Maßnahmen standen bereits in den Programmen der neoliberalen Parteien PASOK und ND – und sie haben sich für die Kapitalseite ausgezahlt: Mehr als 600 Milliarden Euro (fast das Doppelte der öffentlichen Verschuldung Griechenlands) haben griechische Kapitalist_innen allein in Schweizer Banken hinterlegt!</p>
<p>Eine griechische Linke, die diesen Zuständen ein Ende bereiten will, kommt nicht umhin, das griechische Kapital zu enteignen und die Großkonzerne zu vergesellschaften, denn sie muss die Profitorientierung der Unternehmen zugunsten der Bedürfnisbefriedigung der Bevölkerung überwinden. Gleichzeitig wird die griechische Linke die Auslands-Schulden annullieren müssen. Beides wird den entschiedenen Widerstand der Kapitalseite im In- und Ausland hervorrufen.</p>
<p>Zur Durchsetzung der Interessen der Mehrheit der griechischen Bevölkerung ist zugleich der Austritt aus der NATO, der EU und dem Euro erforderlich. Die NATO ist ein aggressives imperialistisches Militärbündnis – kein Land mit einer humanistischen Orientierung kann in diesem Mordsclub Mitglied sein. Die EU ist ein nichtreformierbarer Staatenbund, in dem die mächtigsten Staaten die Interessen &#8220;ihrer&#8221; Großkonzerne durchsetzen. Ein Verbleib in der EU würde beispielsweise eine griechische Linksregierung dazu zwingen, die Interessen des Kapitals gegen die Bevölkerung durchzusetzen – so wie es die einstmals sozialdemokratische PASOK derzeit tut. Bleibt noch der Euro. Jedes Land, dass seine Währungssouveränität an einen Staatenbund abtritt, wird zum Spielball der dort jeweils mächtigsten Interessen. Griechenland kann seine eigene Wirtschafts- und Finanzpolitik nur dann entwickeln, wenn es nicht mehr dem Diktat der EZB unterliegt.</p>
<p>Als Kurzformel gilt also: Ein Austritt aus NATO, EU und Euro bringt ebenso wie ein Schuldenerlass nichts für die Mehrheit der griechischen Bevölkerung, wenn die Macht des griechischen Kapitals nicht im Land selbst gebrochen wird. Und ein linker Entwicklungsweg Griechenlands wird nur dann die Situation der Mehrheit der Bevölkerung verbessern, wenn Griechenland NATO, EU und Euro verlässt. Eine solche konsequente Politik wird die Gegenwehr des (europäischen) Imperialismus hevorrufen und bedarf der internationalen Solidarität durch die moderate und radikale Linke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was tun, wenn in Griechenland die Linke regiert?</strong><br />
<em>- von Birger Scholz -</em></p>
<p>Stellen wir uns vor, die griechische Linke links der PASOK gewinnt die nächsten Wahlen. Sowas soll es in Krisensituation ja geben, wenn die Unteren nicht mehr wollen und die Oberen nicht mehr können. Was sollte die neue Linksregierung tun? Die deutsche Linke und die deutschen Gewerkschaften bitten, endlich Schluss zu machen mit Lohndumping und Leistungsbilanzüberschüssen? Und mal so nebenbei gegenüber der Troika den nötigen Druck erzeugen, damit die Kahlschlagprogramme zurück genommen werden? Nicht realistisch? Stimmt!</p>
<p>Was bliebe an Alternativen? Denkbar wäre folgendes: Die großen Sachzwänge werden akzeptiert, der Militäretat aber trotzdem radikal gekürzt und ein paar Eurobonds mit geringeren Zinskosten ergattert. Und klar: Auch das wenige Vermögen, das noch nicht in die Schweiz oder sonstige Steueroasen verschafft wurde, würde angemessen besteuert. Herauskäme ein Neoliberalismus mit menschlichem Antlitz. Ähnliches konnten wir 2001 bis 2011 beim SPD-Linken-Senat in Berlin erleben, allerdings mit dem entschiedenen Unterschied, dass der Sparkurs in der Hauptstadt nebst einhergehender Stagnationskrise freiwillig eingeleitet wurde. Griechenland würde so auch bei einer Linksregierung für mindestens ein Jahrzehnt auf den Status eines EU-Protektorats herabsinken. Bei tendenziell sinkendem Lebensstandard. Fast sinnvoller wäre es da, die griechische Linke beantragte den Anschluss an den Geltungsbereich des Grundgesetzes der mittlerweile erneut verhassten Deutschen. Dann bekämen die klammen Hellenen wenigstens Milliarden aus dem Länderfinanzausgleich.</p>
<p>Aber was passiert, wenn die griechische Linke den Erpressungen der Troika nicht nachgibt? Mit großer Wahrscheinlichkeit würden die Zahlungen vorerst gestoppt. Wenn Gehälter nicht mehr bezahlt werden und den Krankenhäusern die Mittel für Medikamente fehlen, dann, so die zynische Hoffnung Kerneuropas, wird die Linksregierung schnell einlenken oder fallen. Hat sie überdies nicht direkt bei Amtsantritt ein Zins- und Tilgungsmoratorium verhängt, wäre dies nun der allerletzte Zeitpunkt.</p>
<p>In der deutschen Linken ist die Forderung nach Schuldenstreichung in Form eines öffentlichen Audit-Verfahrens nicht sonderlich weit verbreitet, wird aber durchaus von Attac, der christlichen Initiative Erlassjahr und in Ansätzen sogar von der Bundestagsfraktion der LINKEN vertreten. Letztere forderte schon Mitte 2011 ein wenig schwammig «transparente Entschuldungsverfahren für überschuldete Staaten mit Vorrang der sozialen Rechte der Bevölkerung und differenzierter Behandlung der Gläubigeransprüche». Immerhin! Zum damaligen Zeitpunkt warnte das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) noch vehement vor jeglicher Form der Schuldenstreichung, da diese letztlich nur den Euroraum destabilisieren würde.</p>
<p>Was hilft?</p>
<p>Wäre Griechenland bei einer Streichung aller Schulden aus dem Schneider? Leider nein. Entscheidende Maßzahl hierfür ist der Primärhaushalt des Staates. Dieser ergibt sich, wenn Vermögenserlöse und Zinszahlungen heraus gerechnet werden. Im Jahr 2011 hatte Griechenland ein Primärdefizit von 2,4% des Bruttoinlandsprodukts. Auch im laufenden Jahr wird es mit großer Wahrscheinlichkeit ein Primärdefizit aufweisen. Eine Linksregierung müsste demnach selbst bei einem Zins- und Tilgungsmoratorium entweder die Einnahmen deutlich steigern oder die Ausgaben deutlich kürzen. Nehmen wir an, dies gelänge durch Kürzungen im Militärhaushalt und eine Millionärssteuer, die nicht nur erhoben, sondern auch real eingetrieben würde.</p>
<p>Wäre Griechenland dann aus dem Schneider? Leider nein, da über ein Viertel der Staatspapiere, dies entspricht über 50 Milliarden Euro, von den eigenen Banken, Versicherungen und der öffentlichen Hand gehalten werden. Werden diese Schulden nun nicht mehr bedient, dann bricht als erstes das komplette Bankensystem zusammen und danach kollabiert die Realwirtschaft. Auch eine Verstaatlichung hilft da wenig, es sei denn die griechische Linksregierung führt den Kriegskommunismus ein und schafft Markt, Kapital, Zins, Geld und Kredit ab.</p>
<p>Irreal? Nun gut, aber was bleibt? Entweder die EU besinnt sich eines besseren und stellt frisches Geld zu akzeptablen Konditionen zur Verfügung oder Griechenland tritt aus der Euro-Zone aus. Nicht aus freien Stücken, sondern weil die Troika dem Land keine andere Wahl lässt. Dieses Szenario muss so nicht eintreten, wäre aber dann eine wahrscheinliche Variante, wenn die Klassenkämpfe in Griechenland erfolgreich wären und eine Linksregierung sich dem Diktat der Troika widersetzt und die Souveränität des Landes verteidigt.</p>
<p>Neuer Start mit der Drachme</p>
<p>Merkwürdig ist nur, dass in der deutschen Linken niemand über diese nahe liegenden Implikationen des ersehnten Klassenkampfes reden möchte. Die Linke in Deutschland schließt sich dem Mainstream der eigenen herrschenden Klasse an, die den Euro verteidigen will. Eine offene Debatte über das Für und Wider, Kosten und Nutzen des Austritts Griechenlands findet nicht statt. Stattdessen überlässt es die politische Linke neoliberalen Ökonomen wie Hans-Werner Sinn mit der Mär aufzuräumen, ein Austritt aus dem Euro sei technisch nicht machbar und ökonomisch unsinnig. Keinesfalls reaktionär ist auch die Forderung Sinns, die aktuell bewilligte Tranche der Troika von 130 Milliarden Euro (mit der die Zinszahlungen an IWF, Weltbank, EZB und Privatbanken gesichert werden) lieber als Startkapital zur Wiedereinführung der Drachme zu verwenden.</p>
<p>Ein fortschrittlicher Ökonom wie Axel Troost postet dagegen auf seiner Homepage zustimmend eine Studie der regierungsnahen Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), die vor dem Euro-Ausstieg Griechenlands warnt. Dabei kommt die Studie zu einem bemerkenswerten Schluss: «Der Staatsbankrott innerhalb der Eurozone erscheint für Griechenland selbst möglicherweise schmerzhafter als die Pleite mitsamt Austritt aus dem Euroraum, denn im zweiten Fall besteht zumindest die Chance auf eine rasche Rückkehr zu Wirtschaftswachstum. Für den Rest der Eurozone hingegen ist eine griechische Staatspleite mit dem Verbleib des Landes in der Eurozone die klar bessere Option, weil ein Run auf die Banken in Spanien, Portugal, Italien und Irland weniger wahrscheinlich wäre und die Ansteckungseffekte über die Anleihemärkte nicht zu gravierend wären.»</p>
<p>Erinnern wir uns: Der von Papandreou angedachte Volksentscheid war so gefährlich und musste unterbunden werden, weil er vermutlich genau das beschriebene Szenario eingeleitet hätte. Wer über den Euro-Austritt nicht ernsthaft diskutieren will, der sollte über die Degradierung Griechenlands zur Halbkolonie und das damit einhergehende neue Massenelend lieber schweigen.</p>
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		<title>Worum geht es bei der Landtagswahl? Linke wählen, Piraten oder gar nicht?</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 10:18:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/04/argument_der_woche2_200px_01.gif"></a>Wir DOKUMENTIEREN einen Text aus dem autonomen Spektrum in NRW:</p> <p>Der Widerstand auf der Straße und in den Kämpfen gegen Nazis, gegen Gentrifizierung, bei den Blockade-Aktionen gegen die Banken wie vom 16. -19. Mai in Frankfurt, die Organisierung der Sozialproteste, bei Aktionen gegen atomare Anlagen und Transporte und vieles mehr, und das offene Eintreten für eine radikale Alternative zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/04/argument_der_woche2_200px_01.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-582" style="margin: 3px;" title="argument_der_woche2_200px_01" src="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/04/argument_der_woche2_200px_01.gif" alt="" width="200" height="243" /></a>Wir DOKUMENTIEREN einen Text aus dem autonomen Spektrum in NRW:</p>
<p>Der Widerstand auf der Straße und in den Kämpfen gegen Nazis, gegen Gentrifizierung, bei den Blockade-Aktionen gegen die Banken wie vom 16. -19. Mai in Frankfurt, die Organisierung der Sozialproteste, bei Aktionen gegen atomare Anlagen und Transporte und vieles mehr, und das offene Eintreten für eine radikale Alternative zur kapitalistischen, patriarchalen, heteronormierten und strukturell rassistischen Klassengesellschaft, das alles ist aus linksradikaler Sicht entscheidend. Wahlen zum Parlament sind demgegenüber zweitrangig, denn im Parlament kann die Revolution gegen die bestehenden Verhältnisse nicht durchgeführt werden. <span id="more-581"></span></p>
<p>Wir, die Verfasser_innen dieses Schreibens, nehmen es so wahr, dass die LINKE in NRW links von der BundesLINKEN steht, die wir politisch eher als sozialdemokratisch einschätzen, weil sie als mitregierende Partei Sozialabbau und Privatisierungen und Bulleneinsätze gegen Hausbesetzer_innen und Demonstrant_innen mitgemacht hat.</p>
<p>Die LINKE in NRW ist bei ihrem Einzug ins Landesparlament von den Medien als linksradikal verteufelt worden. Das war eine richtige Hetze. Es stimmt aber, dass viele Mitglieder dieser Partei in Organisationen sind, die beim Verfassungsschutz als linksradikal eingestuft werden, zum Beispiel die Rote Hilfe oder trotzkistische Gruppen wie Marx 21, SAV oder isl. Das trifft auch auf die Landtagsabgeordneten dieser Partei zu, wo manche außerdem früher in der DKP waren oder in dem kurdischen Befreiungskampf-nahen Organisationen. Die beiden dominanten Strömungen, AKL (Antikapitalistisch Linke) und SL (Sozialistische Linke), stehen auch im gesamtdeutschen Spektrum der Linkspartei auf dem linken Flügel.</p>
<p>Es ist gut möglich, dass Die LINKE NRW nicht wieder in den Landtag einzieht, weil die bürgerlichen Medien es geschafft haben, sehr vielen Leuten einzureden, die Schuldenbremse müsste sein, das Sparen müsste sein usw. und Die Linke NRW Sozialkürzungen und Personalabbau ablehnt, gegen Privatisierung ist und dagegen, den Banken und Konzernen Milliarden zu schenken, anstatt zum Beispiel ein Sozialticket für 15 Euro, mehr KiTas, Erhalt und Ausbau autonomer Frauenhäuser, Jugendzentren, mehr sozialen Wohnungsbau und mehr Geld für die Kommunen zu finanzieren. Weil SPD und Grüne das nicht wollten, hat die LINKE den Haushalt 2012 abgelehnt.</p>
<p>Das war völlig korrekt. Wir kritisieren Die LINKE NRW dafür natürlich nicht. Wir kritisieren, dass sie unheimlich viel Zeit im Parlamentsbetriebe verplempert hat, so wie sie seit Jahren ihre Zeit in den Stadträten verplempert, Tonnen von Papier konsumiert und sich einem Politikbetrieb anpasst, der eine linke Identität über kurz oder lang zermürbt. Es gibt unendlich viele Beispiele dafür, wie linke Parteien dadurch nach rechts abgedriftet sind. Auch bei der Linkspartei in NRW sind gerade die, die aktiv sein wollen, seitdem es Ratsmandate gibt oder Landtagsmandate, in dieser Weise beschäftigt und orientieren die anderen Aktiven auf die Parlamentsarbeit, was falsch ist.</p>
<p>Trotzdem hat die LINKE NRW, auch die Landtagsfraktion, bei vielen Mobilisierungen mitgemacht und auch materiell geholfen: Blockaden gegen Nazis, Blockaden und Demos gegen Castortransporte, Demos gegen Sozialabbau usw. Anders als die Linkspartei bundesweit tritt sie auch für die Überwindung des Kapitalismus ein, wenn sie auch mit ihren Plakaten und Wahlreden einen eher populistischen Wahlkampf führt. Die Linkspartei hat in NRW gezeigt, dass sie nicht so sehr an ihren Mandaten klebt, wie anderswo und auch nicht in einer bürgerlichen Regierung mitmachen würde. Sie hat am Ende Neuwahlen in Kauf genommen, um ihrer Meinung treu zu bleiben, obwohl sie in den Umfragen nicht gerade gut stand.</p>
<p>Die Frage ist aber, was bringt das überhaupt, wenn die Linkspartei im Landtag sitzt. Sie konnte einige Verbesserungen durchsetzen, denn anfangs waren SPD und Grüne für Druck empfänglich, weil sie die Stimmen der LINKEN brauchten und den Geruch von Schröder und Fischer, von Hartz IV und Kriegspartei loswerden wollten. So konnte die Residenzpflicht für Flüchtlinge abgeschafft werden, die Möglichkeit der Abwahl von Oberbürgermeistern und vereinfachte Bürgerbegehren konnten durchgesetzt werden, oder auch ein Tariftreue- und Vergabegesetz für öffentliche Aufträge und noch einiges mehr. Aber nach ungefähr einem Jahr haben sich SPD und Grüne dann lieber auf CDU oder FDP oder beide gestützt.</p>
<p>Die Piraten sind unserer Meinung nach aus linksradikaler Sicht nicht wählbar, obwohl sie jetzt viele „Protestwähler“ anzieht. Nicht nur, weil die Piraten Neonazis in ihren Reihen haben, vielleicht schmeißen sie die ja noch raus. Sondern vor allem, weil sie sich ausdrücklich zum bestehenden System bekennen (Piraten-Wahlplakat: &#8220;Wir halten uns an das Grundgesetz &#8211; da sind wir konservativ!&#8221;) und alle wichtigen Vorgaben akzeptieren, auch die Schuldenbremse. Sie sagen es im Wahlkampf nicht, aber sie werden zu allen möglichen Schweinereien und auch zu Sozialkürzungen bereit sein. Gegen den bestehenden Staat haben sie nichts einzuwenden, sie wollen ihn nur „transparenter“ haben, vor allem im Internet.</p>
<p>Die Linkspartei in NRW kann zumindest punktuell für die linksradikale Szene genutzt werden – materiell-finanziell, bei gemeinsamen Aktionen, oder auch als Schutz gegen Repression wie beim Castor Schottern.</p>
<p><strong>Deshalb finden wir, dass Linksradikale am 13. Mai zur Wahl gehen und die LINKE wählen sollten, trotz aller berechtigten Kritik.</strong></p>
<p><em>Li(e)bertäre-queerfeministische-atomfreie-antifaschistische Grüße</em><br />
<em>Anna Blume &amp; die Arthurs</em></p>
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		<title>Druck machen für das Sozialticket!</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 14:44:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/2012/04/druck-machen-f…s-sozialticket/"></a>Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen am 13. Mai dokumentieren wir einen Artikel der initiative k vom November 2011:</p> <p>Das ist kein Sozialticket!</p> <p>Im VRR wird, wie vom Verkehrsverbund angekündigt, im Herbst ein ermäßigtes Monats-Ticket zum Preis von 29,90 Euro eingeführt. Dies wird von Teilen der Politik, der Sozialverbände und der Gewerkschaften als Erfolg gefeiert, und auch etliche der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/2012/04/druck-machen-f…s-sozialticket/"><img class="alignright size-medium wp-image-577" title="sozialticket-kleber-2012web" src="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/04/sozialticket-kleber-2012web-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a>Mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen am 13. Mai dokumentieren wir einen Artikel der initiative k vom November 2011:</p>
<p><strong>Das ist kein Sozialticket!</strong></p>
<p>Im VRR wird, wie vom Verkehrsverbund angekündigt, im Herbst ein ermäßigtes Monats-Ticket zum Preis von 29,90 Euro eingeführt. Dies wird von Teilen der Politik, der Sozialverbände und der Gewerkschaften als Erfolg gefeiert, und auch etliche der Bezugsberechtigten zeigen sich erleichtert und zufrieden mit dem Ergebnis. Uns reicht das nicht.<span id="more-574"></span></p>
<p>Die Einführung des seit langem geforderten Sozialtickets wurde immer wieder versprochen und genauso oft verschoben. Das jetzt angekündigte verbilligte Monatsticket erfüllt jedoch nicht unsere Forderungen und hat den Namen Sozialticket nicht verdient.</p>
<p>Die gemeinsame Forderung der &#8220;Initiative für ein Sozialticket in Düsseldorf&#8221;, eines breit aufgestellten Bündnisses von Initiativen, Gewerkschaft und Sozialverbänden, ist ein Sozialticket, das nicht mehr kosten darf als der Nahverkehrskostenanteil im ALGII-Regelsatz. Dieser betrug bis Anfang des Jahres 11,49 Euro, jetzt liegt er laut neuer Vonderleyenberechnung bei 18 Euro. Ein Ticketpreis für 15 Euro im Monat wird vom Bündnis als akzeptabler Kompromiss angesehen &#8211; das jetzt angekündigte Monatsticket ist doppelt so teuer.</p>
<p>Wir werten diese Situation als Ausdruck des derzeitigen Kräfteverhältnisses. Die Einführung eines verbilligten Tickets und die Bereitstellung eines (sicher nicht ausreichenden) Landeszuschusses von 30 Mio. Euro jährlich an die Verkehrsverbünde ist maßgeblich auf den kontinuierlichen Druck durch Aktionen und Veranstaltungen der Initiativen hier in Düsseldorf und den anderen Städten, insbesondere Bochum, Dortmund und Moers, zurückzuführen. Bis zuletzt wurde gegen eine Einführung eines Sozialtickets argumentiert und gearbeitet u.a. von verantwortlichen Politiker_innen aus CDU, SPD und FDP in der Verbandsversammlung des VRR sowie von den einzelnen Verkehrsbetrieben selbst.</p>
<p>Auf der anderen Seite es ist gelungen, ein recht stabiles breites Bündnis, das auch überregional arbeitet, zu schaffen. Das Thema Sozialticket ist seit über drei Jahren kontinuierlich in der Öffentlichkeit und den Medien präsent. Die Politik konnte zu materiellen Zugeständnissen gezwungen werden: Das angekündigte Ticket beinhaltet eine Ermäßigung um 50%, die der Großteil der Politiker sowie der VRR niemals gewähren wollten. Die Kraft der Bewegung reichte jedoch nicht für die Durchsetzung eines echten Sozialtickets &#8211; und vom kostenlosen ÖPNV, dem mittelfristigen Ziel der initiative k, sind wir noch sehr weit entfernt.</p>
<p>Seit fast 15 Jahren gibt es in Düsseldorf die Forderung nach einem deutlich verbilligten VRR-Ticket sowie Aktionen dafür. Im Kontext der von reaktionären Politiker_innen und entsprechenden Medien initiierten &#8220;Faulenzer-Debatte&#8221; wurde vor drei Jahren das Bündnis &#8220;Initiative für ein Sozialticket in Düsseldorf&#8221; ins Leben gerufen. Unser Ziel als initiative k war u.a., im Rahmen von Aktivitäten gegen die ideologischen, sozialen und materiellen Angriffe auf Menschen mit wenig Geld, eben gegen den &#8220;Klassenkampf von oben&#8221;, konkrete Forderungen auf kommunaler Ebene zu entwickeln und für deren Durchsetzung auch kontinuierlich zu arbeiten. Einige ideologische Angriffe konnten im Zuge der Kampagne durchaus zurückgewiesen werden: Arme Menschen wurden und werden in der Düsseldorfer Presse zunehmend auch als solche beschrieben und die &#8220;ungerechte&#8221; Vermögensverteilung wird regelmäßig thematisiert &#8211; und das trotz des von Sarrazin neubelebten sozialdarwinistischen Ansatzes in Politik, Medien und Öffentlichkeit.</p>
<p>Der Kampf um ein Sozialticket wird weitergehen. Zum einen, weil das Ziel längst noch nicht erreicht ist und die Initiativen nicht von ihrer Forderung abrücken. Zum anderen, weil selbst das Ticket für 29,90 Euro erst einmal nur für ein Jahr eingeführt wird, um dann zu prüfen, ob es angenommen wurde und ob es finanzierbar bzw. weiter finanzierungswert für die Politik erscheint. Bei dem zu hohen Preis für die Nutzer_innen und den zu geringen Zuschüssen ist beides zumindest fraglich &#8211; und das wird diejenigen stärken, die vehement gegen die Einführung eines Sozialtickets gekämpft haben.</p>
<p>Die Aufgabe der (radikalen) Linken besteht unter anderem darin, Handlungsmöglichkeiten zu erproben, mit denen die Betroffenen ihre Interessen durchsetzen können und den Blickwinkel weg von dem nur eigenen, individuellen Problem hin zu einer gesamtgesellschaftlichen, systemkritischen Sichtweise zu erweitern.</p>
<p>Mobilität sollte unserer Meinung nach zur Grundversorgung gehören, wie ein kostenloses Gesundheitswesen und kostenlose Bildung. Das Ziel muss sein, Bedingungen zu schaffen, unter denen jeder Mensch diese Rechte in Anspruch nehmen kann. Was utopisch klingt, ist in der näheren Umgebung bereits Realität. In der belgischen Stadt Hasselt wird das Konzept des kostenlosen ÖPNVs seit 1997 erfolgreich umgesetzt. Das Recht auf Mobilität muss allen Menschen gleichermaßen zugänglich und kostenlos sein.</p>
<p>Ein Sozialticket ist ein erster Schritt in die richtige Richtung &#8211; doch wir wollen mehr! Das Sozialticket und freie Mobilität für alle werden nicht geschenkt. Sie müssen erkämpft werden! Ob die Kraft der Bewegung dazu ausreicht, werden die nächsten Monate zeigen.</p>
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		<title>Busse von Düsseldorf nach Frankfurt</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 13:09:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Zu den Maifestpielen in Frankfurt (der Blockade der EZB und des Bankviertels / Großdemonstration) fahren Busse aus Düsseldorf und zwar</p> am Donnerstag, 17.5. um 10 Uhr ab Düsseldorf -&#62; nach Frankfurt (passend zur Blockade) am Samstag, 19.5. um 8 Uhr ab Düsseldorf -&#62; nach Frankfurt (passend zur Großdemonstration) am Samstag, 19.5. um 18 Uhr von Frankfurt -&#62; nach Düsseldorf (passend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den Maifestpielen in Frankfurt (der Blockade der EZB und des Bankviertels / Großdemonstration) fahren Busse aus Düsseldorf und zwar</p>
<ul>
<li>am Donnerstag, 17.5. um 10 Uhr ab Düsseldorf -&gt; nach Frankfurt (passend zur Blockade)</li>
<li>am Samstag, 19.5. um 8 Uhr ab Düsseldorf -&gt; nach Frankfurt (passend zur Großdemonstration)</li>
<li>am Samstag, 19.5. um 18 Uhr von Frankfurt -&gt; nach Düsseldorf (passend zum Feiern)</li>
</ul>
<p>Buspreise (hin und zurück):</p>
<ul>
<li>Solipreis 27 Euro</li>
<li>Normalpreis 20 Euro</li>
<li>Ermäßigt 8 Euro</li>
</ul>
<p>Bitte meldet euch schnell an, damit wir wissen, ob wir mehr oder weniger Plätze benötigen: <a href="mailto:bus@aktionsnetzwerk-duesseldorf.de">bus@aktionsnetzwerk-duesseldorf.de</a></p>
<p>Weitere Termine:</p>
<ul>
<li>19.4. Info- und Mobiveranstaltung, 19 Uhr, zakk, Fichtenstr. 40</li>
<li>21.4. Blockadetraining, 15 Uhr, Volksgarten, an den Uhren</li>
<li>1.5. Blockadetraining, 14 Uhr, Hofgarten, an der Bühne (nach den Reden!)</li>
<li>2.5. Infoveranstaltung mit Christos Giovanopoulos, activist from Athen and editor of the book &#8220;Democracy Under<br />
Construction: From the Streets to the Squares&#8221;, ?? Uhr, occupy-Camp</li>
<li>7.5. Raus aus dem Euro? Raus aus der EU? Streitgespräch über Auswege aus der Krise (und dem Kapitalismus), 19:30 Uhr, zakk, Fichtenstr 40</li>
</ul>
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		</item>
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		<title>Aufruf der Interventionistischen Linken</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 21:17:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/01/megafon.gif"></a>Take the square!</p> <p>Weltweit gegen Krise, Krieg &#38; Kapital</p> <p>Auf nach Frankfurt. Beteiligt euch massenhaft an den Aktionstagen vom 16. bis 19. Mai 2012: Gegen das Krisendiktat der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF).</p> <p>An diesen Tagen gilt: Rien ne va plus! Denn wir werden mit Tausenden zusammen einen der  bedeutendsten europäischen Finanzplätze blockieren und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/01/megafon.gif"><img class="alignleft  wp-image-361" title="megafon" src="http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/uploads/2012/01/megafon-270x300.gif" alt="" width="200" height="222" /></a>Take the square!</strong></p>
<p><strong>Weltweit </strong><strong>gegen Krise, Krieg &amp; Kapital</strong></p>
<p><strong>Auf nach Frankfurt. Beteiligt euch massenhaft an den Aktionstagen vom 16. bis 19. Mai 2012: </strong>Gegen das Krisendiktat der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF).</p>
<p><strong>An diesen Tagen gilt: Rien ne va plus! </strong>Denn wir werden mit Tausenden zusammen einen der  bedeutendsten europäischen Finanzplätze blockieren und dichtmachen und damit ein deutliches Zeichen globaler Solidarität setzen &#8211; gegen Krise, Krieg und Kapital.<span id="more-565"></span></p>
<p>Wir stellen unsere Aktionen und unsere Proteste ganz bewusst in den Zusammenhang der sich überall auf der Welt entwickelnden neuen Kämpfe für Selbstbestimmung, Freiheit und Würde. Von den Revolten und Revolutionen des „Arabischen Frühlings“, über die sozialen Kämpfe und Generalstreiks in Griechenland oder die Bewegung der Indignados in Spanien bis hin zu den weltweiten Protesten der Occupy-Bewegung: Wir sind längst nicht allein und werden hörbar immer mehr.</p>
<p>Es ist offensichtlich: Seit ein paar Jahren durchlebt der Kapitalismus eine der schwersten Krisen  seiner Geschichte und die Mutter aller Fragen steht wieder im Raum: Wie viele Jahre kann und wie viele Jahre will sich die Welt noch dieses System leisten? Auch hierzulande wird die Zeit langsam reif für eine kraftvolle rebellische Mobilisierung: laut, entschlossen, offensiv und antikapitalistisch.</p>
<p><strong>„There is no such thing as society“</strong></p>
<p>Momentan erfährt die EU das Ende ihrer Ideologie von grenzenlosem Wachstum und Wettbewerb. Doch als Antwort auf die grassierende Instabilität des EU-Systems fallen IWF, EZB und EU-Kommission nicht viel mehr ein als eine Kampfansage an jede soziale Solidarität. „There is no such thing as society“, behaupten mit der langjährigen britischen Premierministerin Margret Thatcher alle Neoliberalen. Es gibt keine Gesellschaft, sondern nur eigennützige Individuen.Diese strategische Linie reicht vom chilenischen Putsch Anfang der 1970er Jahre bis zum aktuellen EU-Diktat gegen Griechenland.</p>
<p>Aus herrschender Sicht ist das nur konsequent. Denn das EU-Projekt war von Anfang an als imperiales Projekt konzipiert – integrativ und zugleich autoritär nach innen, aggressiv nach außen in dem Abbau von Handelsschranken und der Entwicklung militärischer Handlungsfähigkeit im globalen Wettbewerb. Die Abschottung an den EU-Außengrenzen, verbunden mit einer repressiven Flüchtlingspolitik, war und ist integraler Bestandteil einer europäischen Apartheid, die die Freizügigkeit der Mobilität lediglich ihren eigenen Staatsbürger/innen zubilligt. Wie krisenhaft sich die europäische Formierung von Anfang an gestaltete, zeigte schon der Zerfall Jugoslawiens. Auch wenn der Ausgangspunkt der jugoslawischen Krise hausgemacht war, waren die sogenannten postkommunistischen Übergangsprozesse gleichzeitig Expansionsphasen westlichen Kapitals mit den bekannten Konsequenzen von zunehmender Armut und der rigorosen Zerstörung gesellschaftlicher Strukturen.</p>
<p>Für die Menschen in Griechenland wie überall kann und wird es unter solchen Voraussetzungen keine Perspektive geben. Selbst die Herrschenden ahnen, dass die technokratischen Versuche, die Krise zu bewältigen, keine Lösung bringen. Neue soziale und politische Perspektiven können nur aus der Bewegung des Widerspruchs kommen, überall dort, wo sich die Gesellschaft sozusagen neu erfindet. In Griechenland wird die Stromversorgung selbst organisiert, in Spanien schließen sich von der Zwangsräumung bedrohte HausbesitzerInnen zusammen, in Mexiko produziert die Belegschaft in Eigenregie Autoreifen. Aber da muss noch mehr gehen. Die kapitalistische Marktlogik muss aus allen Lebensbereichen verdrängt werden, nur unter gesellschaftlicher Kontrolle werden das Gesundheitssystem, die Energieproduktion, der ÖPNV, die gesamte Güterproduktion die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigen. Alle diese Bereiche gehören vergesellschaftet – dem Markt und dem Staat entzogen. Die Lösung wäre, nicht nur in Griechenland, die aufständische Kommune.</p>
<p>Die Euro-Krise ist auch ein Lehrstück über die Dominanz des deutschen Staates innerhalb der EU. Uns ist es deswegen wichtig, dass die Aktionstage massiv den Widerspruch zu Standortlogik und nationalem Konsens ausdrücken. Deutschland ist schließlich direkt verantwortlich für die knallharten Spar- und Sanierungsprogramme gegen die Länder der europäischen Peripherie – und profitiert von ihnen. So wie beispielsweise der griechische Staatsbankrott auch auf massive Rüstungsgeschäfte, nicht zuletzt mit Deutschland, zurückgeht, ist die Begleichung dieser Schulden Bedingung für die „Euro-Hilfen“. Von diesen Milliarden sehen die Menschen gar nichts.</p>
<p>Und mehr noch. Deutschland ist nicht nur die ökonomische Supermacht in der Mitte Europas und informeller Chef der EU, sondern es lässt diese Tatsache auch alle anderen EU-Länder permanent spüren. Entsprechend gibt es seit Monaten eine nicht abebbende nationalistische Hetze gegen Griechenland, allen voran die BILD-Zeitung. Aber nicht nur sie. Im Februar 2012 verlangten der Chef von Bosch und weitere deutsche Manager den Rauswurf Griechenlands aus der Europäischen Union, weil Griechenland „marode und in einer Solidargemeinschaft eine untragbare Belastung“ sei.</p>
<p><strong>Globale Krise – globale Solidarität</strong></p>
<p>Aber es geht um mehr als Euro-Krise und galoppierende Staatsverschuldungen. Die gesamte globale Entwicklung ist von einer tiefgehenden Krise geprägt und zwingt schon seit Jahrzehnten immer mehr Menschen insbesondere in den südlichen Ländern eine katastrophale Lebensperspektive auf. Wenn Menschen verhungern, an heilbaren Krankheiten sterben, auf der Straße leben oder im Müll hausen müssen, dann ist das unmittelbarer Ausdruck davon, dass der Kapitalismus die existenziellen Bedürfnisse der Mehrzahl der Menschen nicht befriedigt und ihnen ein Recht auf ein Leben in Würde verweigert. Zur Zerstörung der Lebensperspektiven der Menschen gehören auch die Verwüstungen der Natur: der Klimawandel mit dem Anstieg der Meeresspiegel und der Ausbreitung der Wüsten, die Enteignung riesiger Ländereien und die Abholzung ganzer Wälder für die Biospritproduktion, die dramatischen Folgen der Monokulturen.</p>
<p>Zur Zerstörung der Lebensperspektiven gehört aber auch, wenn sich den Jugendlichen in Tunis und Kairo wie in Santiago de Chile, Washington, Madrid, Athen, Rom oder Frankfurt nach Abschluss oft langjähriger Ausbildung keine andere Option mehr bietet als die entfesselte, für immer mehr Menschen dennoch hoffnungslose Konkurrenz aller gegen alle: um Jobs, die immer weniger werden, die einen zugleich rund um die Uhr und an jedem Ort des eigenen Lebens einspannen. Die gerade deshalb keiner Zukunft mehr Raum lassen. Die obendrein immer schlechter bezahlt, jeder Sicherheit und aller Rechte beraubt werden. Die letztlich jede freie soziale Beziehung angreifen und im selben Zug die ältesten Herrschaftsverhältnisse des Alltags vertiefen: Verhältnisse vor allem patriarchaler oder rassistischer Herrschaft.</p>
<p>Doch diese Widersprüche waren nie Ausgangspunkt herrschender Politik. Im Gegenteil: Was durch IWF, Weltbank, EU, G8 oder NATO exekutiert wird, ist zuerst einmal Krisenmanagement und Sicherheitspolitik, weil die globale Krise auch eine Krise imperialer Dominanz und Hegemonie ist. So betrachtet geht es in der Euro-Krise wie im Krieg gegen den Terror um Systemerhaltung, damit die Maschine läuft, egal wer dabei unter die Räder kommt. Und so können wir das eine nicht ohne das andere denken. Nicht den Krieg in Afghanistan ohne das Projekt der europäischen Formierung, nicht das Camp X-Ray in Guantanamo ohne die Flüchtlingsabwehr im Mittelmeer, nicht die Zitadellen des Wohlstands ohne die Zonen völliger Prekarität und Rechtlosigkeit und nicht die kapitalistische Verschwendungswirtschaft ohne die Zerstörung sozialer, politischer und ökologischer Werte durch das Kontinuum des Marktes. Die Sackgasse dieser Gegenwart ist überall wahrnehmbar.</p>
<p>Aber machen wir uns nichts vor: Wenn die Ursache der Krise in falscher Wirtschaftspolitik, in der nackten Gier von Spekulanten oder in den bösen Machenschaften amerikanischer Rating-Agenturen gesehen wird, bleibt die Kapitalismuskritik nur Scheinkritik, die glaubt ein guter Kapitalismus sei machbar. Ebenso wenig hilfreich ist die schon fast beruhigende Formel einer „normalen“ Krise kapitalistischer Verwertung, so als würden politische Entscheidungen wie Krieg und imperiale Expansion da nicht genau hineinwirken. Insoweit muss die radikale Kritik auch die Kritik an unzutreffenden und immer wieder auch mit antisemitischen Stereotypen aufgeladenen Erklärungsversuchen der Krise sein.</p>
<p><strong>Wer vom Kapitalismus spricht, sollte ihn global denken.</strong> Der Kapitalismus in der Metropole ist die Synthese des ganzen Territoriums, von industrieller Landwirtschaft, Autobahnen, seelenlosen Wohnstädten bis hin zu Jobagenturen, vermarkteten Naturparks und Eventmanagement: Der Mensch als Ich-Agentur ohne Nahbeziehungen. Weltweit bedeutet der gleiche Kapitalismus immer noch: Verteilungskriege, Unterdrückung, Entmündigung, Festpressen ganzer Regionen im Status des permanenten Ausnahmezustands. Wer also die Verfügungsgewalt über das eigene wie das gesellschaftliche Leben  erobern will, wer dies nicht nur für sich und seine Freund/innen, sondern für alle fordert, muss die Systemfrage stellen. „Echte Demokratie“ geht nur ohne Kapitalismus. Drunter ist heute nichts mehr zu haben. Mit dem „Arabischen Frühling“ wurde die Frage der Revolution nach langen Jahren der Stagnation wieder Tagespolitik. Nicht nur die politischen Verhältnisse in Tunesien und Ägypten wurden umgestoßen, es wurde eine Dynamik freigesetzt, die für viele ganz subjektiv die Möglichkeiten grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen erfahrbar macht: Freiheit und Würde, wieder eine Wahl über die eigene Zukunft haben zu können. Und wir sind sicher: Das war erst der Anfang.</p>
<p>Wir sehen uns in Frankfurt und freuen uns nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 und dem NATO-Gipfel Strasbourg 2009 auf eine weitere internationale Mobilisierung. Die Frankfurter Tage des Widerstands stehen in der transnationalen Widerstandsbewegung, schließen an den Global Action Day des 12. Mai an. Wir sammeln uns vom Donnerstag, dem 17. Mai auf den Plätzen und in den Anlagen rund um das Bankenviertel. Am Freitag, dem 18. Mai wird das ganze Bankenviertel, wird der Alltag der Metropole blockiert, das Betriebsystem stillgelegt. Am Samstag, dem 19. Mai wird eine große und internationale Demonstration direkt vor die EZB ziehen.</p>
<p>Die Sache der Emanzipation kommt nur durch massenhaften Ungehorsam und kollektiven Widerspruch voran, durch Ereignisse, in denen unsere Kräfte und Ideen zusammenwirken:Auf die Plätze! Fertig! Los!<strong> Take the square!</strong></p>
<p><em> interventionistische Linke (iL), April 2012</em></p>
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		<title>RWE unplugged – dem Energieriesen den Stecker ziehen!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 14:50:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>18.-19.04. 2012 Protestcamp vor der Grugahalle in Essen </p> <p>19.04. ab 8:00 Uhr Wir stellen uns bunt und vielfältig gegen die Jahreshauptversammlung quer!</p> <p>Im Zuge der breiten Massenmobilisierungen nach Fukushima gab es letztes Jahr bunten und effektiven Widerstand gegen die Jahreshauptversammlung von RWE. Seit diesen Protesten und den darauf folgenden Atommoratorien der Bundesregierung musste der Konzern zwar sein Atomkraftwerk Biblis abschalten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="alignright" src="http://rweunplugged.blogsport.eu/files/2012/02/rweunplugged-banner-234x332.png" alt="" width="234" height="332" /></strong><strong>18.-19.04. 2012 Protestcamp vor der Grugahalle in Essen </strong><strong></strong></p>
<p><strong>19.04. ab 8:00 Uhr Wir stellen uns bunt und vielfältig gegen die Jahreshauptversammlung quer!</strong></p>
<p>Im Zuge der breiten Massenmobilisierungen nach Fukushima gab es letztes Jahr bunten und effektiven Widerstand gegen die Jahreshauptversammlung von RWE. Seit diesen Protesten und den darauf folgenden Atommoratorien der Bundesregierung musste der Konzern zwar sein Atomkraftwerk Biblis abschalten, ist jedoch von einem umwelt- und menschenfreundlichen Energiemix so weit entfernt wie eh und je.<span id="more-553"></span></p>
<p>Die Atomkraftwerke Emsland und Gundremmingen laufen noch und RWE plant unbeirrt weiter Atomkraftwerksneubauten im europäischen Ausland, u.a. im niederländischen Borssele, wo der Konzern auch schon zu 30 % an einem weiteren Meiler beteiligt ist. Ebenso ist RWE immer noch Anteilseigner an der Urananreicherungsanlage in Gronau. Dort wird Uran für ca. 10 % aller weltweiten eingesetzten Brennelemente hergestellt. Gleichzeitig baut RWE neue Braunkohlekraftwerke im Rheinischen Braunkohlerevier und plant noch weitere Kraftwerksneubauten wie das 1100MW BoAplus-Kraftwerk in Niederaussem, obwohl das Revier schon jetzt die größte CO<sub>2</sub>-Quelle Europas darstellt. Wegen des Braunkohleabbaus wird Stück für Stück des ehemals 4500 ha großen Hambacher Forsts weiter abgeholzt und ganze Dörfer werden umgesiedelt. Zugleich ist RWE-Dea in Niedersachsen bei der unkonventionellen Erdgasförderung (Fracking) im Geschäft, wo es zu großflächigen Grundwasserverseuchungen mit krebserregendem Benzol gekommen ist. Dem gegenüber stehen die geradezu jämmerlichen Investitionen in die erneuerbaren Energien des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns, mit welchen er lediglich ein grünes Image vortäuscht. Knapp zusammengefasst: RWE ist der dreckigste Energiekonzern Europas.</p>
<p>Dazu passt dann auch dass der RWE-Manager Dr. Fritz Vahrenholt mit seinem klimaskeptischen Buch „Die kalte Sonne“ den Klimawandel in dem Maße relativiert, dass wir uns noch ruhig Zeit lassen können und die Bild titelt „Die CO<sub>2</sub>-Lüge. Stoppt den Wahnwitz mit Solar- und Windkraft“. Das Ziel dieser ideologischen Mobilmachung im wissenschaftlichen Deckmäntelchen ist es den Prozess der „Energiewende“ deutlich abzubremsen, um so Marktanteile für den Monopolisten RWE zu erhalten. So wie auch die fotschreitende Aushölung des Erneuerbaren-Energien-Gesetztes der Regierung einen Ausbau der Erneuerbaren massiv ausbremst. Dagegen hilft nur praktischer Widerstand, eine konsequentere Fortführung der Energiewende und die Abwicklung von RWE, bei der die Gesellschaft nicht auf den Kosten sitzen bleibt.</p>
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<p><strong>Unsere Perspektive: Energiedemokratie</strong></p>
<p>Der Kampf für eine gerechte Gesellschaft muss konkret werden und der Energiesektor ist das fossil-atomare Herz des Kapitalismus. Hier stehen die Energiekonzerne symptomatisch für ein wachstumsbasiertes und ressourcenverschwenderisches Gesellschaftmodell. Unser Ziel ist es die vier großen Energiekonzerne zu vergesellschaften. Energie gehört in Bürger_innenhand – sozial, ökologisch, dezentral und selbstverwaltet! Nur so lässt sich eine grundlegende und nachhaltige Energiewende und ein kompletter Atomausstieg wirklich umsetzen. Wir brauchen eine Gesellschaft in der nachhaltiges Wirtschaften und ein solidarischer Umgang belohnt wird und nicht Gewinne privatisiert und Kosten der Allgemeinheit aufgebürdet werden.</p>
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<p><strong>Für eine Zusammenführung der Energiekämpfe</strong></p>
<p>Der Widerstand gegen RWE nimmt weiter zu. Die Anti-Atom-Bewegung bleibt wachsam und wird den Widerstand u.a. gegen die Uranfabrik in Gronau verstärken. Gleichzeitig wächst die Anti-Braunkohlebewegung und dehnt ihre Aktivitäten aus. Verschiedenste Aktivist_innen stricken an einer Vernetzung aller Energiekämpfe. Menschen aus den Niederlanden, Großbritannien und Deutschland, aus Anti-Fracking-Initiativen, Bürger_inneninitiativen gegen die Folgen des Braunkohleabbaus, sowie Anti-Atom-, Klima- und Umweltinitiativen als auch aus der Occupy-Bewegung, anarchistischen und linken Gruppen werden sich vor der Jahreshauptversammlung von RWE treffen.</p>
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<p><strong>Der richtige Ort für Widerstand: die Jahreshauptversammlung</strong></p>
<p>Die Jahreshauptversammlung ist der Ort, um vielfältigen Widerstand zu leisten und die verschiedenen Energiekämpfe zusammenzuführen. Die Anteilseigner_innen von RWE, die auf eine hohe Dividende setzen, sind mitverantwortlich an der zerstörerischen Energieproduktion des Konzerns. Es sind Kommunen, die großen Versicherungsgesellschaften wie die Allianzversicherung und Münchner Rück, aber auch viele Kleinanleger_innen. Wir wollen dafür sorgen, dass die Unterstützung von RWE wegbricht, indem wir uns bei der Jahreshauptversammlung quer stellen! Wir werden dem Energieriesen den Stecker ziehen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was wir vorhaben:</strong></p>
<p>Wir wollen vom 18. auf den 19.04.2012 ein Protestcamp vor der Grugahalle in Essen auf die Beine stellen und uns am 19.04.2012 effektiv und vielfältig bei der Jahreshauptversammlung quer stellen.</p>
<p>Mehr Infos unter <a href="http://rweunplugged.blogsport.eu/">rweunplugged.blogsport.eu</a></p>
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