Es ist wieder soweit: Am 27.1. wird im Nachbarschaftskino ein Film über die BlackPanther gezeigt. 19 Uhr, Roter Teppich, Kirchstr. 15, Eintritt frei.
Der Film Panther (1995) zeigt die späten 1960er-Jahre in den USA, in denen sich die Black-Power-Bewegung als radikaler, selbstbewusster Arm des afroamerikanischen Freiheitskampfs formiert. Der Film erzählt die Gründung und den Aufstieg der Black Panther Party for Self-Defense, die aus dem Erleben von Polizeigewalt, systematischem Rassismus und sozialer Ausgrenzung in schwarzen Communities hervorgeht.
Die Handlung spielt vor dem Hintergrund der Bürgerrechtsbewegung, in der zwar juristische Erfolge wie das Ende der Rassentrennung erzielt wurden, Alltagsrassismus und Polizeigewalt aber weiterhin brutal präsent sind. In Städten wie Oakland erlebt die schwarze Bevölkerung Armut, willkürliche Verhaftungen und ein Justizsystem, das sie eher als Bedrohung denn als Bürger behandelt – genau hier setzt der Film mit dem Rückkehrer Judge an, der diese Realität unmittelbar vorfindet.
Die Black Panther Party wird als Antwort auf diese Zustände gezeigt: als Organisation, die sich bewaffnete Selbstverteidigung, soziale Programme und politische Bildung auf die Fahnen schreibt. Der Film legt dabei Wert auf die Mischung aus Straßenpräsenz (Patrouillen gegen Polizeigewalt) und Gemeinschaftsarbeit wie Suppenküchen und Bildungsangebote, die den Panthers in vielen Vierteln großen Rückhalt verschaffen.
Zentral ist die Konfrontation mit den Sicherheitsbehörden, insbesondere mit dem FBI-Programm COINTELPRO, das linke und insbesondere schwarze Organisationen systematisch überwachen, infiltrieren und zersetzen sollte. Panther zeigt, wie Spitzel, Desinformation und verdeckte Operationen das Vertrauen innerhalb der Bewegung untergraben und schließlich zum Zerfall der Organisation beitragen.

