Kundgebung gegen den Iran-Krieg 6.3.26 – Rede von see red!

Heute hat in Düsseldorf eine Kundgebung mit etwa 70 Teilnehmer:innen stattgefunden. Hier unser Redebeitrag:

Liebe Anwesende,

mit dem aktuellen Krieg fortgeführt, was im Juni letzten Jahres beim Schlagabtausch zwischen Israel und Iran begonnen wurde, als Merz Bundeskanzler Merz beklatschte, dass die Israelis nur die „Drecksarbeit“ für alle gemacht haben.

Dass wir gegen diesen Angriffskrieg sind, macht uns nicht zu Freund:innen des Mullah-Regimes: Unsere Solidarität gehört den fortschrittlichen Kräften in Iran ebenso wie den fortschrittlichen Kräften in USA und Israel. Ihr Kampf gegen ihre Regierungen verbindet sich mit unserem Kampf gegen unsere Regierung hier in Deutschland – gegen die Kriege der Herrschenden setzen wir die Solidarität von unten.

Wie können wir unsere Solidarität praktisch werden lassen?
Einerseits, indem wir Druck auf die deutsche Regierung ausüben, dem US-Militär umgehend die Standorte in Deutschland zu sperren und die militärische Zusammenarbeit mit den USA und Israel zu beenden.

Andererseits, indem wir die Militarisierung unseres eigenen Landes bekämpfen. Denn Krieg beginnt nicht erst an der Front. Krieg beginnt hier. Auch hier in Düsseldorf. Bei denen, die an diesen Kriegen verdienen. Darum schließt euch der Demo am 24.3. gegen die Kriegswaffenmesse in Düsseldorf an.

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall ist dort Hauptaussteller. Sie suchen neue Vertragspartner und pflegen ihre Kontakte in Politik und Gesellschaft. Das wollen wir nicht unbeantwortet lassen. Wir wollen es den militärische Akteuren in der Zivilgesellschaft ungemütlich machen.

Lasst uns die Jugendlichen und jungen Erwachsenen unterstützen, die sich gegen den Kriegsdienst wehren. Die sich dagegen wehren, dass sich die Werbung für das Soldat sein immer mehr an Schulen, Berufsschulen und Hochschulen ausbreitet.

Lasst uns dafür sorgen, dass die Wahrnehmung des antimilitaristischen Protestes im Stadtbild steigt. acWir brauchen mehr Plakate und Aufkleber, die die Mehrheitsstimmung der Bevölkerung sichtbar machen, Informationen verbreiten, und es muss mehr Gelegenheit zur Diskussion geben. Im Betrieb, im Stadtteil, im Freundeskreis, an den Schulen.

Merkt euch mal die erste Septemberwoche vor, da findet das Rheinmetall-entwaffnen-Camp in Köln statt, mit jeder Menge Diskussion und Aktion.

Nein zu den Kriegen der Herrschenden!
Lasst uns Sand im Getriebe der Kriegsmaschinerie sein.

see red! Düsseldorf