Aus der Schule an die Front? Ohne uns!
Stell dir vor, du wirst aus deinem Alltag gerissen, aus deinen Plänen und deiner Zukunft. Eine Wahl dazu hast du nicht. Genau das steht nun bevor:
Die Wehrpflicht kehrt zurück. Oft heißt es, alles sei „freiwillig“, aber die Wehrpflicht zeigt klar: Spätestens, wenn du Nein sagst, ist die Freiwilligkeit vorbei. Das Gesetz sieht vor, dass ab 2026 an alle jungen Männer und Frauen zum 18. Geburtstag ein Online-Fragebogen versandt wird. Männer müssen ihn ausfüllen,für Frauen ist das (noch) freiwillig.
Wer geeignet erscheint, muss zur Musterung. Ziel ist es, den gesamten Jahrgang zu erfassen: Wer du bist, was du kannst und ob du tauglich bist. Sobald zu wenige freiwillig mitmachen, springt der Bundestag ein: Dann kann jeder per Losverfahren eingezogen werden. Das ist keine freie Wahl, sondern Nötigung und dann Zwang.Politiker:innen reden von „Kriegstüchtigkeit“ und meinen damit genau dich.
Während Milliarden ins Militär fließen, fehlen die Gelder an allen Ecken und Enden für Schwimmbäder, Schulen, Unis, Kitas, Wohnungen oder Kliniken. Die Bundeswehr wirbt offensiv. Unter anderem mit mehr Geld, Zusatzqualifikationen oder dem bezahlten Führerschein.
Doch das ändert rein gar nichts daran, dass Wehrdienst vor allem eins bedeutet: Töten und getötet werden.Der Staat beansprucht das Leben junger Menschen, um sie für den Krieg auszubilden. Um an der Front zu kämpfen, um als Kanonenfutter die Interessen des deutschen Staates durchzusetzen und zu verteidigen. Und das sieht auch die Bundeswehr selber so: „Im Kriegsfall werden pro Tag 1000 Soldaten an der Front sterben oder schwer verwundet sein“, sagt Patrick Sensburg, Präsident des Reservistenverbands.
Mission: Verweigern! – Wehr dich gegen Wehrpflicht.
Es gab immer Menschen, die Widerstand geleistet haben und den Kriegsdienst verweigert haben. Aus Gewissensgründen oder aus politischer Überzeugung. Verweigern ist möglich, legitim, und vor allem lebensrettend. In Deutschland gibt es das Recht auf Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen. Es ist im Grundgesetz verankert. Mehr Infos unter: www.verweigern.info
Was kannst du tun?
- Fragebogen nicht ausfüllen
- Beratung einholen
- Musterung anfechten
- Widerspruch einlegen
- Keine freiwilligen Angaben machen
- Sich mit anderen organisieren und informieren
Widerstand heißt nicht, dich zu opfern, sondern dein Leben zu schützen. Wir wollen weder Kriege noch eine Wehrpflicht. Zeige auch du klare Kante: Mach sichtbar, dass wir die Wehrpflicht und die Militarisierung unserer Gesellschaft nicht hinnehmen. Wenn du selber nicht
betroffen bist, zeige dich solidarisch.